Ich reite auf dir zu den Sternen…

Holz, lufttrocknende Masse, Grasmatte, Acrylglas, Draht, Eisenbahnfiguren, Digitalanimation, 2025

Seit ich in Stuttgart lebe, verbinde ich mit dem

WKV den Kuppelbau mit dem goldenen Hirsch darauf. Auch als der WKV in den Anbau zog, blieb der Kuppelbau für mich die Verkörperung des WKV. Deshalb habe ich mich in meiner Arbeit entschieden, den Kuppelbau und den goldenen Hirsch für mein Modell zu wählen.

Grundlage ist die Idee der Offenheit eines Kunstvereins für alle (Modell des Kuppelbaus), speziell auch für Künstlerinnen, die teils immer noch darum kämpfen müssen, sich in der Kunstwelt zu etablieren (Digitalanimation, Frau auf dem goldenen Hirsch).

Mit einer transparenten Hülle (Acrylglas) und einer Rasenfläche öffnet sich der Kuppelbau für alle, wird zum Aufenthaltsort der Bevölkerung. Nur die schon offene Bogenvorhalle ist aus Holz gefertigt und definiert das Bauwerk ebenso wie die hölzerne Kuppel. Im Zentrum des Gebäudes, direkt unter der Kuppel, ist in den Boden ein Monitor eingelassen, auf dem in Dauerschleife eine kurze, gezeichnete Digitalanimation abgespielt wird. Sie zeigt in Anlehnung an die Optik früher Computerspiele und die Scherenschnitte von Luise Duttenhofer wie Alice Widensohler und Duttenhofer nach den Sternen greifen, Die Sterne stehen symbolisch für das Etablieren in der Kunstwelt. Duttenhofer wird dabei am zuletzt von einer Goethebüste als Symbol für den Bildungsbürger verschlungen. Am Ende der Animation reitet die Künstlerin selbst auf dem Hirsch in den Sternenhimmel. Der Hirsch als Inbegriff der männlicher Dominanz wird dabei von der Künstlerin bezwungen.